Die Feuerwehr

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Wenn es brennt: Von der Brandbekämpfung

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Trotz umfangreicher Brandschutzvorrichtungen vor allem bei Gewerbe- und Industriebauten kann die Bekämpfung eines Großbrandes sehr lange dauern, da sich immer wieder versteckte kleine Brandherde von selbst entzünden können und den Unglücksort nicht zur Ruhe kommen lassen.

Ziel bei der Bekämpfung eines jeden Brandes ist es zunächst, dem Brandherd den Brennstoff, die Wärme und den Sauerstoff zu entziehen, um weitere Kettenreaktionen zu verhindern.

Am schnellsten hilft Wasser, damit sich das Feuer nicht mehr selbst erhalten kann. Wer schon einmal mit dem Wasserschlauch im Garten seine Beete oder den Rasen gewässert hat, weiß, dass man das Wasser ganz unterschiedlich verteilen oder streuen kann. So gibt es für die professionellen Spritzenmänner erst recht unterschiedliche Vorrichtungen für einen kompakten, schweren Wasser- oder einen breiten Sprüh- oder Nebelstrahl.

Löschmittelnebel absorbieren die Wärme schneller als ein Wasserstrahl; viele kleine Löschmitteltröpfchen bilden eine größere Oberfläche als ein Strahl. Nebelspritzen werden eingesetzt, um Dämpfe brennbarer Flüssigkeiten zu binden.

Die Wassermenge beträgt zwischen 60, aber auch mehr als 300 Liter pro Minute. Ein gerader Wasserstrahl besitzt eine größere Reichweite und dringt am besten in den Brandherd ein.

Doch Wasser löscht nicht jeden Brand: zum Beispiel nicht, wenn elektrische Anlagen, Leichtmetalle wie Natrium, Kalium oder Aluminium sowie mit Wasser nicht zu mischende, organische Flüssigkeiten brennen.

Feuerlöschmittel: Modernste Technik und Mittel

Flammen-Inferno am Erdöl-Bohloch



Vier Brandklassen nach der Art des Brennstoffes

Klasse A: Materialien, die unter Glutbildung verbrennen – Holz, Textilien, Papier und ähnliches.

Klasse B: Flüssigkeiten (und Materialien, die bei Hitze flüssig werden) – etwa Benzin, Alkohol, Fette , Öle, Lacke, Teer.

Klasse C: Gase – zum Beispiel Erdgas, Acetylen, Butan, Wasserstoff.

Klasse D: Metalle – Magnesium, Kalium und Natrium und andere.

Diesen Brandklassen entsprechend gibt es Löschmittel: für A und D sowie die kombinierten Klassen ABC und BC.

Neben Brandklassen für Materialien gibt es Feuerwiderstandsklassen, die den Zeitraum für den Feuerwiderstand eines Bauteils angeben. Diese sind in diversen Bauvorschriften festgelegt.


















Nicht immer reichen die größten Wassermengen bei einigen Bränden aus, um das Feuer zu löschen. Hier sind spezielle Löschmittel und -techniken gefordert.

Chemikalien, die dem Wasser zugesetzt werden, erhöhen die Löschfähigkeit. Der durch Schaum bildende Mittel erzeugte Löschschaum deckt zum Beispiel das Feuer zu: vor allem bei brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Kerosin, Öl und Teer. Bei einigen Materialien kann der Einsatz von Wasser sogar gefährlich sein.

Gasförmiges Kohlendioxid erstickt durch Verdrängung des Sauerstoffs den Brand. Andererseits kann dies auch zu einer Erstickungsgefahr für Menschen bei Bränden in geschlossenen Räumen führen.

Halonen: bromhaltige, halogenierte Kohlenwasserstoffe; etwa Halon 1301 Bromtrifluormethan CBrF3 oder Halon 1211 Bromchlordifluormethan CBrClF2.

Bei Verbrennungen handelt es sich um Kettenreaktionen, bei der sich so genannte Radikale bilden. Wenn man mit Halonen löscht, zerfallen zunächst in der Flamme die Radikale und es werden jene Radikale aus der Verbrennungsreaktion abgefangen. Das Resultat: Die Kettenreaktion wird unterbunden.

Pulverlöschmittel: Der Kettenabbruch findet hier an der Oberfläche der Pulverteilchen statt, der von der Anzahl und Oberfläche der Teilchen abhängt. Eingesetzt werden Salze wie Natriumhydrogencarbonat NaHCO3 oder auf Harnstoff basierende Pulver. Löschpulver auf der Basis von Kaliumhydrogencarbonat KHCO3 sind in Deutschland verboten.

Feuerlöscher im Haus oder Auto: Mit Handfeuerlöschern, Branddecken oder mit trockenem Sand lassen sich kleinere Brände löschen. Feuerlöscher müssen in Deutschland amtlich zugelassen sein und werden mindestens alle zwei Jahre durch die Feuerwehr oder den TÜV überprüft. – Kfz-Feuerlöscher enthalten unter anderem Ammoniumsalze wie Ammoniumsulfat oder
–phosphat. Diese Salze beginnen bei Hitze zu schmelzen und sperren den Brandherd ab.

Bei Bränden von Metall werden statt der Sulfate oder Carbonate, bei denen Explosionsgefahr besteht, Chlorid-Kunststoff-Gemische angewendet. Sie überziehen beim Schmelzen der Metalle diese mit einer Schicht und schließen sie so vom Luftsauerstoff ab.

Schaumlöschmittel: Das Gemisch wird mit Pressluft zu Löschschaum umgewandelt. Aus einem Liter Wasser lassen sich zehn Liter Schwer-, 100 Liter Mittel- oder 1 000 Liter Leichtschaum erzeugen. Die Löschwirkung entsteht durch den Luftabschluss und durch den Kühleffekt.

Sprinkleranlagen: Durch Sensoren gesteuerte, fest installierte Löschsysteme, die im Boden oder in der Decke verlegt werden. Es handelt sich um Rohre mit automatischen Wasseranschlüssen. In Gang gesetzt werden solche Systeme durch die Hitzeentwicklung: Die Sprinklerköpfe versprühen dann Wasser über der Brandzone. Sprinkleranlagen sind fast hundertprozentig sicher, und sie werden elektronisch zentral überwacht.

Diese automatischen Duschen können aber auch sehr leicht ausgelöst werden: Eine brennende Zigarette oder eine Kerze in der Nähe der Sensoren kann bereits die Anlage aktivieren. Der Schabernack eines netten Kollegen liegt da häufig nicht fern.

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Revision: 2013/09/28 - 20:09 / Author: Andreas Nöske
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